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IRMGARD NEUBAUER

Irmgard Neubauer

Ich bin gelernte Buchhändlerin, ausgebildete Flötistin; arbeitete u.a. in einer Schneiderei. Knapp 10 Jahre war ich im IT-Bereich tätig (Software-Entwicklung, Web-Programmierung, IT-Controlling, Research, u.v.m.).

Zu den Themen "Frauengeschichte" und "Die Sprache der Göttin" halte ich seit einigen Jahren Vorträge, zuletzt im "Institut für Wissenschaft & Kunst" in Wien und auf der Tagung 2008 der Gerda-Weiler-Stiftung in Hannover.

Zur Zeit arbeite ich gerade an einem Forschungs- und Buchprojekt » Frauen.Stadtgeschichte.Wien.

Seit einigen Jahren bin ich in der Erwachsenenbildung tätig, ich halte z.B. Schulungen & Trainings für Mädchen & Frauen im IT-Bereich und betätige mich u.a. auch als Kräuterfrau. In meinen » Kräuterkursen & Kräuterspaziergängen biete ich folgendes an: In einem zwei Stunden dauernden Kräuterspaziergang geht es darum, Frauenkräuter wie Frauenmantel, Schafgarbe, Gundelrebe, Mutterkraut oder Salbei (das Kraut der saligen Frauen!) zu erkennen. Dazu erzähle ich alte Bräuche & Sagen über Hexen & Kräuterfrauen. Ergänzend zum Sammeln und Haltbarmachen biete ich weitere Kurse an, in denen frau die Verarbeitung der Kräuter zu Salben, Tees, Ölen und Tinkturen lernt.

Zum Feminismus und zur Frauengeschichte bin ich eigentlich über die Kräuter gekommen!

Ich war als Mädchen und junge Frau häufig sehr krank. Und weil mir die Schulmedizin oft nicht helfen konnte, suchte ich nach Alternativen. Dabei stellte ich fest, dass praktisch alle alternativen Heilmethoden wie z.B. TCM, Akupunktur oder Ayurveda aus anderen Ländern, ja sogar von anderen Kontinenten stammen. Eine europäische Heiltradition schien es nicht gegeben zu haben, was ich jedoch nicht so recht glauben wollte. Ich wurde neugierig! Bei meinen Nachforschungen entdeckte ich, dass viel von der heimischen Heilkunde, dem europäischen Kräuterwissen, durch die systematische Verfolgung, Folterung und Ermordung unzähliger Frauen gezielt ausgelöscht wurde.

So war ich auf einmal mittendrin in der Frauengeschichte – davon war in der Schule nämlich nichts zu hören. Und ich vermutete (zu Recht, wie sich herausstellte), dass es noch viel mehr aufregende Frauen gab, von denen ich in der Schule ebenfalls nie etwas gelernt hatte. Abgesehen von Sissi und Maria Theresia war dort über Frauen absolut nichts zu erfahren.

Studiert im klassischen Sinne eines Universitätsbesuchs habe ich nie - angewidert von der allgegenwärtigen männlichen Sichtweise auf Frauenthemen und die frauenignorante patriarchale Geschichtsschreibung mit ihren ewigen Kaisern & Königen, Generälen & Diktatoren und deren Kriege, hatte ich auch keinerlei Lust darauf. Die akademische, patriarchale Wissenschaft interessierte mich schlichtweg nicht.

Ich begann also auf eigene Faust zu forschen: Seit über 20 Jahren schon streife ich mit Kamera und Notizblock durch Straßen, Plätze, Parkanlagen, Häuser & Hinterhöfe, Friedhöfe, Museen, Ausstellungen, Kirchen, Archive & Bibliotheken - in der Stadt und auf dem Land - manchmal gemeinsam mit Freundinnen, manchmal alleine und immer auf der Spurensuche von Frauen...

Welche Frauen wurden mit einem Straßennamen, einem Denkmal, einer Gedenktafel oder sonst wie geehrt und sind somit heute noch heute im öffentlichen Raum sichtbar? Wer waren diese Frauen - was haben sie gemacht, wo haben sie gelebt und gearbeitet, wie haben sie ihre Umgebung und die Zeit, in der sie lebten, geprägt? An welche Frauen hingegen erinnert nichts mehr? Welche Frauen sind - meist unverdienterweise - so sehr in Vergessenheit geraten, dass nichts mehr an ihr Wirken und ihre Leistungen erinnert? Wo und wie finde ich trotzdem Orte, wo diese Frauen gelebt und gearbeitet haben?

Und überall - wirklich überall - entdeck(t)e ich sie: radikale Frauenrechtlerinnen, mutige Widerstandskämpferinnen, listige Betrügerinnen; Anarchistinnen, Schriftstellerinnen, Philosophinnen, Malerinnen, Erfinderinnen, Komponistinnen, Komödiantinnen, Technikerinnen, reisende Frauen, Entdeckerinnen, Amazonen, undundund...

Eine Fülle an geschichtlichem Material flog mir entgegen, Spuren vergangener Frauenlebenswelten wurden sichtbar und damit auch die zahlreichen Facetten weiblicher Eigenschaften und Fähigkeiten.

Das Märchen von der Allgemeingültigkeit patriarchaler Geschichte verlor ihre Gültigkeit...

Mittlerweile habe ich auf meinen diesbezüglichen Entdeckungsreisen tausende Fotos gemacht (ein paar davon können Sie hier sehen:
» Frauendarstellungen), verfüge über eine äußerst umfangreiche Materialsammlung zu Frauengeschichte und gebe mein Wissen darüber gerne in meinen » Vorträgen an andere Frauen weiter.

Lassen Sie sich überraschen!

 

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